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Flutwelle in Alsfeld

Das Deutsche Rote Kreuz aus dem ERZGEBIRGE (Sachsen) hilft sofort - Katastrophenhilfesystem im DRK Erzgebirge (Zusammenschluss aller KV im ERZ) sofort ausgelöst.

Bild v.l.n.r.: Robert Belouschek (2. Vorsitzender), Jörg Müller (stv. Zugführer), Thorsten Harres (Kreisbereitschaftsleiter), Heinz Stumpf (Ortsvorsteher Berfa), Manfred Hasemann (Kreisgeschäftsführer), Silvio Finger (Kreisjugendrotkreuzleiter KV Mittleres Erzgebirge), Dr. Robert Ruckelshausen (Kreisverbandsarzt), Thorsten Ellrich (Rotkreuzbeauftragter)



Kurz nach Bekanntwerden der Flutwelle in Alsfeld und Umgebung hat die Soforthilfe für die Bevölkerung von Alsfeld und Umgebung, die auch 2002 dem Erzgebirge und besonders der Bevölkerung in Olbernhau zugute kam, begonnen.

Es ist der 06.06.2011 kurz nach Mittag, als der Kreisgeschäftsführer, Kam. Richter, von den Ereignissen in Alsfeld erfuhr. Wenige Minuten später wurde das Katastrophenhilfesystem des DRK im Erzgebirge und das Koordinierungs- und Lagezentrum des DRK im Erzgebirge in Einsatzbereitschaft versetzt. Mit dem Auslösen der DRK Katastrophenhilfe werden sofort über den Informationsverteiler für besondere Ereignisse und Katastrophen alle wichtigen Stellen über Ereignisse informiert und Soforthilfen abgestimmt. Ebenfalls wird das DRK Lagezentrum in Dresden des DRK Landesverbandes über das System sofort informiert. Bereits kurze Zeit später meldete sich der Diensthabende aus Dresden und bestätigte die Kontaktaufnahme zum Landesverband Hessen, um weitere Hilfen in den nächsten Stunden abzustimmen. Ebenfalls wurde sofort der Bürgermeister der Stadt Olbernhau informiert, der 2002 durch die Alsfelder sehr viel Hilfe für seine Stadt und der Bevölkerung erfahren hat. Auch er sicherte umgehende Unterstützung zu.

In der Zwischenzeit wurde ein Soforthilfetransport des DRK im Erzgebirge durch den DRK Kreisverband Mittleres Erzgebirge vorbereitet und 15 Trockner aus dem zentralen Katastrophenschutzlager des DRK im Erzgebirge mit Lagerungsort Marienberg für betroffene Haushalte in und um Alsfeld in ein entsprechendes Fahrzeug verladen. Die Soforthilfe ist ein System, das es ermöglicht, in kurzer Zeit bei besonderen Ereignissen und Katastrophen sofort zu reagieren. Nach kurzer Abstimmung mit den Verantwortlichen in Alsfeld fuhr das Soforthilfefahrzeug um 18.00 Uhr pünktlich in Marienberg ab und traf 21.30 Uhr in Alsfeld (Hessen) zur Materialübergabe ein.

Mit auf dem Fahrzeug war der Kreisbereitschaftsleiter (DRK MEK), Kam. Hahn, der gleichzeitig die Lage dokumentierte, um diese am Folgetag auswerten zu können. Auch in seiner Funktion als Olbernhauer Stadtrat kann er somit dem Bürgermeister sofort Bericht erstatten. Ebenfalls beim Hilfstransport eingesetzt war Kam. Silvio Finger, der mit Unterstützung des Federnwerkes, in dem er arbeitet, die entsprechende Zeit für den Soforthilfetransport zur Verfügung bekommen hatte.
Das DRK Alsfeld bittet gemeinsam mit dem DRK im Erzgebirge um finanzielle Unterstützung für die betroffenen Haushalte. Hierzu wurden Spendenkonten eingerichtet. Weitere Informationen erhalten Sie ständig unter www.drk-erz.de oder direkt aus dem Schadensgebiet unter www.drk-alsfeld.de.
Die sofortige Einsatzbereitschaft und kurze Entscheidungsabhandlung zeigt, dass das Ressourcensystem des DRK in Sachsen und besonders im Erzgebirge, das nach dem Hochwasser 2002 begonnen wurde aufzubauen, nunmehr voll funktioniert.

Die weiteren Schritte werden nun durch das DRK Lagezentrum des DRK Landesverbandes Sachsen in Dresden koordiniert, da es sich um eine länderübergreifende Unterstützung handelt.

Für Fragen, wie auch Sie helfen können, ist das DRK in Sachsen unter der zentralen Telefonnummer: 0180 365 0180 ständig erreichbar.

7. Juni 2011 11:13 Uhr. Alter: 350 Tage