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Gespendeter Lebenssaft reicht gerade so

Am 15.04.2011 fand auf dem Erlebnishof unseres Kreisverbandes in Sorgau eine Auszeichnungsveranstaltung für langjährige Blutspender statt.

Von den 58 Spendern, auf die das zum 50. Mal zutrifft, waren 48 der Einladung der DRK-Blutspendedienst Ost gGmbH gefolgt. Allesamt sind im Gebiet des ehemaligen Mittleren Erzgebirgskreises zuhause. Wolfgang Jasper, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Mittleres Erzgebirge e.V., gehört selbst mit zu den Ausgezeichneten. „Für mich ist es selbstverständlich, anderen Menschen zu helfen“, sagte er zu Beginn des Abends in einer kleinen Rede. Und an die geehrten Spender gerichtet: „Sie haben ihr Blut gespendet, damit andere leben können. Sie haben Leben gerettet.“

Abteilungsleiter Frank Reißmann vom Landratsamt des Erzgebirgskreise nahm in Vertretung von Landrat Frank Vogel an der Veranstaltung teil.

Reißmann war im vorigen Jahr selbst auf Spenderblut angewiesen. Nach seiner Schilderung wurde er beim Sturz mit dem Motorrad schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. „Wenn man selbst betroffen ist, wird einem die Notwendigkeit des Blutspendens erst richtig bewusst“, kommentierte er das Erlebte. Deshalb finde er es sehr wichtig, dass ausreichend Lebenssaft gespendet wird: „Leider sind verhältnismäßig wenige Menschen bereit, so an andere zu denken.“

Der Blutspendedienst Sachsen mit seinen drei Instituten in Chemnitz, Dresden und Plauen kann gegenwärtig den Bedarf bei Spenderblut gerade so decken. Darüber informierte Simone Bauer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Auch in dem Bereich bereite der Bevölkerungsrückgang zunehmend Probleme: „Etwa 30 Prozent der Sachsen im spendenfähigen Alter könnten grundsätzlich ihr Blut zur Verfügung stellen. Wirklich spenden aber nur zwischen zwei und drei Prozent.“ Benötigt würden als Dauerspender etwa sechs Prozent der Bevölkerung. Gegenüber 2009 seien die Spenden 2010 um 14 Prozent zurückgegangen.

Nach den kurzen Worten an die etwa 80 Anwesenden wurden die Blutspender in Gruppen vom Vorsitzenden unseres Kreisverbandes, Wolfgang Jasper, vom Vorstandsmitglied Prof. Dr. Günther Schneider, MdL, von Frank Reißmann und von Simone Bauer ausgezeichnet.

Im Anschluss daran luden "De Hutzenbossen" mit ihrer Volksmusik etwa eine Stunde lang zum Mitsingen und Schunkeln ein.

Danach eröffnete Wolfgang Jasper das reichhaltige Buffet, welches von Kameraden des Ortsvereines Marienberg gekocht und liebevoll angerichtet wurde.

Beim gemütlichen Abendessen und netten Gesprächen klang der Abend aus.

19. April 2011 09:17 Uhr. Alter: 1 Jahre