Busunfall am Grenzübergang Reitzenhain - Großeinsatz für das DRK im Mittleren Erzgebirge
Zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Reisebus und einem Pkw kam es gegen 17.15 Uhr am Mittwoch, dem 29.09.2010 ca. 500 m nach dem Grenzübergang Reitzenhain auf tschechischer Seite.
Ein PKW war aus noch ungeklärter Ursache aus einer Kurve ausgebrochen und hatte den Bus gerammt, der daraufhin umkippte. Da die Fahrgäste alle vorbildlich angeschnallt waren, kam es hier zum Glück nicht zu größeren Verletzungen.
Da dies aber anfangs nicht bekannt war alarmierte die Leitstelle Marienberg nach Freigabe durch das Landratsamt die Feuerwehren Reitzenhain, Kühnhaide, Marienberg und Satzung sowie die DRK Ortsbereitschaft Marienberg mit Führungsunterstützung und zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes inklusive OrgL und LNA.
Der stv. Landesbereitschaftsleiter Mario Richter, zugleich OrgL lies ebenfalls die DRK Ortsbereitschaften Olbernhau, Zschopau, Pockau und Großolbersdorf nachalarmieren. Hätte es einen Massenanfall von Verletzten bei der kalten, regnerischen Wetterlage gegeben, wäre die komplette Technik aller Standorte zum Aufbau eines Behandlungsplatzes mit Schnelleinsatzzelten vor Ort notwendig gewesen.
Bevor das erste Löschfahrzeug der Feuerwehr Reitzenhain an der Einsatzstelle eintraf, waren bereits tschechische Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort. Die Businsassen konnten das Fahrzeug nicht verlassen, da der Bus auf den Türen lag, erst durch zerstören mehrerer Scheiben war dies möglich. Da aber keine Personen eingeklemmt waren, konnte der Einsatzleiter der FF Reitzenhain Rene Timmel die sonst alarmierten deutschen Wehren zurück schicken.
Nachdem alle Insassen aus dem Bus gerettet waren, wurden fünf von Ihnen durch den Rettungsdienst des DRK ins Krankenhaus Zschopau verbracht und zuvor registriert. Alle weiteren 30 Personen wurden vor Ort registriert und dann mit mehreren Fahrzeugen der DRK Ortsbereitschaften und der Feuerwehr Reitzenhain im geschlossenen Verband ins DRK Bürgerzentrum Marienberg verbracht.
Dort hatten bereits weitere Helfer des DRK warme Getränke und Essen vorbereitet. Im gut geheizten Vereinsraum kamen die teils noch unter Schock stehenden Betroffenen Businsassen erst einmal zur Ruhe. Jetzt wurde jeder noch einmal einzeln durch den Leitenden Notarzt untersucht und befragt. Eine Frau wurde dadurch ebenfalls noch in die Klinik eingewiesen, so dass es am Ende sechs Verletzte gab.
Nach dem ein Ersatzbus eingetroffen war wurde die B 174 am Zschopauer Tor voll gesperrt. In den Bus wurden die bis dahin schon durch einen DRK LKW von der Unfallstelle geholten Gepäckstücke der Reisegruppe verladen, die übrigens von einem mehrtägigen Urlaub auf der Heimreise war. Jetzt wurden die Reisenden durch die DRK Helfer noch auf kürzestem Weg aus dem DRK Bürgerzentrum geführt und zum Bus gebracht. Der Weg dorthin wurde zusätzlich ausgeleuchtet.
Jetzt räumten die Helfer noch auf im Bürgerzentrum. An der Einsatzstelle vergingen noch viele Stunden, ehe der Bus mit einem Kran geborgen und die Unfallstelle beräumt sowie auslaufende Betriebsmittel gebunden waren. Die betroffene Reisegruppe und das Busunternehmen möchten sich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für die schnelle und professionelle Hilfe bei allen Helfern der Feuerwehr, des DRK und allen sonstigen Helfern bedanken.

