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Erneute Sonderausbildung der DRK Katastrophenschutz Bergrettungsgruppe

Mit Spezialisierung Höhen- und Tiefenrettung des ehemaligen Mittleren Erzgebirgskreises wurde begonnen.

Nach der Wende entstand im Altkreis Marienberg und später im Mittleren Erzgebirgskreis, dem heutigen Erzgebirgskreis, die Höhen- und Tiefenrettungsgruppe im DRK Kreisverband Mittleres Erzgebirge e.V. Diese speziell ausgebildeten Mitglieder des DRK sind auf Grundlage der Sächsischen Verwaltungsvorschrift für Katastrophenschutz- Bergrettungsgruppen strukturiert und ausgebildet.

In den vergangenen Jahren kam diese, mit spezieller Höhen- und Tiefenrettungsausrüstung ausgerüstete organisationseigene Einheit, mehrfach zum Einsatz, z.B. zum Bergen von Personen aus Schächten oder hohen Gebäuden nach Absturz, beim Retten von Personen mit Suizidabsichten von Dächern, Brücken und Gerüsten und bei Sicherungsarbeiten, z.B. beim Hochwasser 2002 sowie objektgefährdenden Baumabtragungen.

Anfang dieses Jahres wurde mit Unterstützung der Sparkasse Mittleres Erzgebirge die Ausrüstung dieser Katastrophenschutz- Bergrettungsgruppe mit einem Motorschlitten vervollkommnet. Damit können diese Spezialisten des DRK zukünftig als rettungsdienstergänzende Komponente Verunglückte von den zahlreichen Loipen im Einsatzgebiet dieser Gruppe (ehemaliger Mittlerer Erzgebirgskreis) bergen bzw. bei eingeschneiten Gemeinden bzw. Straßen Materialien zur Einsatzstelle transportieren.

Aber auch speziell ausgebildete Retter benötigen regelmäßige, gute Ausbildung. So fand nach dem Informationsabend am 09.09.2010, bei dem sich Interessenten für diese ehrenamtliche Arbeit informieren konnten, nunmehr das erste Modul der Sonderausbildung am 11.09. und 12.09.2010 statt. Es war für alle Retter und den neuen Kameraden ein hartes Ausbildungswochenende.

Am ersten Tag wurden alle Grundlagen der Rettungstechnik und deren Umgang erlernt und entsprechend bei der praktischen Ausbildung am Beispiel Gebäuderettung immer und immer wieder durchgespielt. Am zweiten Tag wurden die seit Jahren trainierten Ausbildungsinhalte mit dem neu Erlernten bei der Felsrettung unter genauer Beobachtung vieler Wanderer und Interessierten geübt. Vom eigenen Abseilen bis hin zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Personenrettung mussten die Retter an diesem Tag alles unter Beweis stellen.

Aber dieses Sonderausbildungswochenende ist nur ein Ausbildungsmodul von vieren, die den Kameraden des DRK MEK noch bevor stehen. Im Frühjahr wird diese doch körperlich sehr anstrengende Spezialisierung erst abgeschlossen sein. Besonders die neuen Kameraden wurden somit gleich von Beginn an in den Gesamtumfang dieser spezialisierten Rettungsgruppe eingeführt.

Eine solche Ausbildung benötigt natürlich auch einen Ausbilder, der in dieser Spezialisierungsrichtung autorisiert ist, zukünftige Höhen- und Tiefenretter ausbilden zu können. Hans-Uwe Straß vom Höhenservice Chemnitz mit einem kleinen Häuschen in Pobershau  gehört zu den meist gefragtesten Ausbildern, nicht nur in Sachsen, sondern in zahlreichen Bundesländern. Neben der Ausbildung der Retter aus dem ehemaligen Mittleren Erzgebirgskreis bildet er vorrangig Berufsfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren mit entsprechender Spezialisierung aus.

Hans Uwe Straß begleitet die Olbernhauer und Marienberger Retter bereits seit der Entstehung der Gruppe. Er selbst ist Mitglied der Bergwacht und führte in seinem langen Wirken zahlreiche, auch sehr heikle Rettungen durch. Nunmehr gibt er sein umfangreiches Wissen an die Retter von heute und morgen weiter. Ihm zur Seite stand am Wochenende ebenfalls der Ausbilder für Ab- und Aufseiltechnik zum Retten und Bergen aus Höhen und Tiefen, Mario Richter aus Marienberg, der 2004 seinen Trainerschein bei Hans Uwe Straß absolvierte.

Die spezialisierten Einsatzkräfte des DRK sind in den Bereitschaften der Ortsvereine Olbernhau e.V. und Marienberg e.V. integriert, die sich regelmäßig zur Grundlagenausbildung des Katastrophenschutzes bzw. der Bereitschaften jeden Freitag in der Zeit von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr in den jeweiligen Stützpunkten treffen.

Jeder Bürger, der sich für die doch umfangreiche Arbeit des DRK interessiert, ob für die Spezialisierung in der Höhen- und Tiefenrettung, Wasserrettung, Betreuungs- und Sanitätsdienst, im Suchdienst/ Kreisauskunftswesen oder bei den Rettungshunden ist herzlich willkommen. Neben den erwähnten Stützpunkten gibt es noch zahlreiche weitere Gruppen im gesamten Erzgebirgskreis.

Entsprechende Informationen über das gesamte Deutsche Rote Kreuz im neuen Erzgebirgskreis und deren Leistungen erhalten Sie z.B. auch im Internet unter www.drk-mek.de, wo Sie den jeweiligen Altkreis nur aufrufen brauchen bzw. alle aktuellen Informationen, auch Bildmaterial von der umfangreichen Rotkreuzarbeit im Landkreis regelmäßig erfahren können. Aber auch telefonisch unter 03735 – 91390 stehen wir gern zu Verfügung und vermitteln die entsprechenden Kontakte.

Werden auch Sie ein Retter, um Menschen, die in Not geraten, zu helfen.

13. September 2010 00:00 Uhr. Alter: 2 Jahre