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DRK Nachwuchsretter des Katastrophenschutzes üben unter realistischen Bedingungen!

Das gesamte Wochenende stand voll im Zeichen der jüngsten DRK – Nachwuchsretter unseres Landkreises. Auf dem Erlebnishof in Sorgau reisten am Freitagnachmittag über 50 Teilnehmer und Ausbilder zum diesjährigen Ausbildungswochenende der Nachwuchskräfte des Katastrophenschutzes an.

Am Abend fand eine Einweisung statt und alle Gruppen stellten sich anhand von kurzen Auftritten vor. Eigene Lieder wurden einstudiert oder kurze Theaterstücke aufgeführt. Schon nach dem Frühstück begann am Samstag ein abwechslungsreicher Ausbildungstag für die kleinen Retter. Anhand von einem Stationsbetrieb im Gelände und in Gebäuden wurde von den jungen Teilnehmern so einiges Wissen und Können abverlangt.

Im Vordergrund standen dabei die erste Hilfe am Verletzten, der Aufbau eines Verbandsplatzes und auch die Registrierung der Betroffenen bei Großschadensereignissen. Bei der Station der Höhen- und Tiefenrettung lernten die jungen Teilnehmer das Abseilen über ein Schrägseil. Alle aufstellen zur Suchkette - hieß es bei Beate Felgner und ihrem Team der Rettungshundestaffel Marienberg. Sie erklärten, mit welchen Methoden eine vermisste Person gesucht wird. Unterstützt wurden sie dabei von den Rettungshunden Geidan, Eddi und Bruno. Bei der realistischen Wunddarstellung musste eine Wunde geschminkt werden, welche dann auch von allen ordnungsgemäß verbunden wurde.

Versteckte Infos gaben Auskunft darüber, welche Station als nächstes angesteuert werden musste. Auch mit vertreten war ein Streifenwagen der Polizei - hier leistete Bürgerpolizist Jan Engelmann Präventionsarbeit (Gewalt) und beantwortete so manche neugierige Frage! Um 15.30 Uhr war dann der erste große Einsatz für die zukünftigen Retter - vier verletzte Personen in einem einsturzgefährdenden Gebäude und eine vermisste Person in Pockau.

Mit vollständiger Einsatzkleidung fuhren alle Nachwuchsretter mit Einsatzfahrzeugen des DRK und Sondersignal zum Einsatzort. Unterstützt wurden sie dabei von erfahrenen Mitgliedern der Kat-Schutz-Einheiten des DRK Kreisverbandes Mittleres Erzgebirge e.V. Die Nachwuchsretter staunten nicht schlecht, als sie am Einsatzort auch viele Gäste (Zu ihnen gehörten DRK- Kreisvorsitzender Wolfgang Jasper, Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Schneider,  Referatsleiter Rainer Lippmann sowie Kreisgeschäftsführer Mario Richter.) und ihre Eltern entdeckten. Diese wurden von Jugendrotkreuzleiter Silvio Finger aus Marienberg extra als Überraschung eingeladen.

Die Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, den jungen Rettern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Zeitgleich wurden die ersten Verletzten behandelt, der Verbandsplatz neben der Turnhalle Pockau aufgebaut und die vermisste Person gesucht. Wie im richtigen Einsatz wurden alle Verletzten transportfertig gemacht, verladen und mit Rettungswagen abtransportiert. Die Übung konnte von allen Gästen und Eltern aus voller Nähe mit verfolgt werden. Die Verletztendarsteller kamen vom Kinder- und Jugendzentrum Pobershau, welche ihre Aufgabe sehr gut machten.

Am Ende der Einsatzübung sprachen einige Gäste zu den jungen Rettern. Mehr als nur gut und wichtig schätzte Prof. Dr. Günther Schneider die gesamte Arbeit der DRK-Jugendgruppen ein und lud sie spontan zu einem Besuch in den Landtag nach Dresden ein. Wolfgang Jasper lobte die Disziplin und das Engagement, mit denen die Kinder bei der Sache sind, wenn es um die Rot-Kreuz-Arbeit geht.

Auch Rainer Lippmann vom Landratsamt überbrachte herzliche Grüße vom Landrat und würde sich selbst im Notfall bei unseren Nachwuchsrettern in guten Händen fühlen. Alle Jugendliche vom Kinder- und Jugendzentrum Pobershau wurden bis Sonntag mit auf dem Erlebnishof nach Sorgau eingeladen.  Nach dem gemeinsamen Abendbrot ging es dann zur Disko in die Erlebnisscheune von Sorgau.

Die Betreuer staunten über die Kondition unserer Jüngsten und mussten nicht nur einmal an die Zeit der Nachtruhe erinnern. Spiel, Spaß, Kreativität, Sport und Wissen stand am Sonntagvormittag auf dem Programm. Ines Schumann, Jugendrotkreuzleiterin aus Marienberg, nutzte das gesamte Areal des Hofes bei ihrer Vorbereitung und stellte ein sehr pädagogisch wertvolles Programm für alle Teilnehmer zusammen.

Bei der Abreise am Sonntag erfuhren die Betreuer, dass es allen Nachwuchsrettern sehr gefallen hat und hoffen, dass es auch im nächsten Jahr ein Ausbildungswochenende für unsere Jüngsten geben wird. Dank gilt all denen, die es ermöglicht haben, dass dieses Wochenende zu einem schönen Erlebnis für unsere jungen DRK-Mitstreiter geworden ist.

17. Oktober 2010 00:00 Uhr. Alter: 2 Jahre