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Personensuche mit gutem Ausgang in Olbernhau

Die DRK Ortsbereitschaften Olbernhau, Pockau und Marienberg inklusive der Rettungshundestaffel suchten gemeinsam mit Feuerwehr und Polizei eine vermisste Person.

Erst vor wenigen Tagen war das Thema Personenabgänge/ Personensuche/ Rettungshundearbeit wichtiger Gesprächsinhalt beim Besichtigungsbesuch des Kanzleramtsministers Dr. Thomas de Maiziére bei der Führungsunterstützungsgruppe Marienberg anlässlich des Tages der Sachsen.

Am 17.09.2009 gegen 22.00 Uhr wurde der Diensthabende des DRK Kreisverbandes Mittleres Erzgebirge e.V. über die Rettungsleitstelle Marienberg auf Veranlassung der Polizei darüber informiert, dass seit 20.00 Uhr im Raum Olbernhau eine 82-jährige Person abgängig ist und durch die Angehörigen als vermisst gemeldet wurde. Das Alter und der Gesundheitszustand des Vermissten sowie der Informationszeitpunkt und die leider erfolglose Suche des eingesetzten Polizeihubschraubers veranlasste den Diensthabenden, sofort Großalarm für die Katastrophenschutzstandorte des DRK Olbernhau, Marienberg und Pockau auszulösen.

Nach erfolgter Einsatzabsprache an der Einsatzstelle mit der Polizei erfolgte die Alarmierung aller Rettungshundestaffeln in Sachsen. Im weiteren Verlauf erfolgten einsatztaktische Absprachen mit dem diensthabenden Kreisbrandmeister, der zwischenzeitlich die Wehren von Olbernhau alarmieren ließ. Fast zeitgleich trafen an der Sammelstelle für alle Einsatzkräfte DRK-Katastrophenschutz- und Feuerwehrkräfte in einer Stärke von über 60 Einsatzkräften ein.

In gemeinsamer Absprache wurde die Gesamteinsatzleitung und Führung der Polizei in die unmittelbare Nähe des Abgangsortes (Wohnhaus des Vermissten) verlegt, um somit die anstehende Suche optimal koordinieren zu können. Dabei wurden die drei Teilkomponenten der Führungskräfte der Polizei, des DRK und der FW an einer Stelle gebündelt. Die taktische Einsatzabwicklung erfolgte im Fahrzeug der Führungsunterstützungsgruppe Marienberg und die Koordinierung des Funkverkehrs wurde durch die Fügu der FW Olbernhau sichergestellt.

Mit dieser Aufgabenteilung war es in kurzer Zeit möglich, den ersten Suchbereich von 800 Metern Radius um den Abgangsort sicher abzusuchen. Parallel zu den Suchaufträgen der einzelnen Suchtrupps erfolgte durch Anweisung der Gesamteinsatzleitung die Einbeziehung der Bevölkerung in die Suche mit Hilfe von Lautsprecherdurchsagen. Zwischenzeitlich waren 11 Rettungshundeteams aus ganz Sachsen auf den Weg nach Olbernhau.

Gegen 23.40 Uhr erfolgte die Planung und die Zuteilung der Kräfte und Mittel für den erweiterten Suchbereich von weiteren 800 Metern (1,6 km im Radius zum Abgangsort) sowie die Planung des Einsatzes der Rettungshundestaffel aus Sachsen für die bevorstehende Wegesuche, die für die gesamte Nacht geplant war. Zwischenzeitlich, so gegen 23.45 Uhr, betrat ein älterer Mann mit einer gelben Gießkanne ein im zweiten erweiterten Suchgebiet befindliches Gasthaus. Er wirkte erschöpft und durstig.

Die Wirtsleute bemerkten gleich, dass etwas nicht in Ordnung ist und boten dem Mann Hilfe an. Durch diese Zivilcourage kam es dazu, dass die Wirtsleute den Mann nach Hause fahren wollten. Da die Wirtsleute nicht genau die Adresse des Mannes kannten, kam es zu diesem Punkt, der die Suche zum Erfolg brachte. Die Wirtsleute trafen auf den Streifenwagen, der durch die Gesamteinsatzleitung der Suche beauftragt war, die Lautsprecherdurchsagen und Sperrmaßnahmen in den Wohnbereichen im Suchgebiet 1 durchzuführen. Die Polizisten bemerkten sofort, dass sich im Fahrzeug der Vermisste befand.

Sofort wurde der Mann zur Gesamteinsatzleitung gebracht, um eine eindeutige Identifizierung vorzunehmen. Viele glückliche Gesichter waren um den Mann zu sehen, denn die Suche hatte ein gutes Ende genommen. Aufgrund seines Erschöpfungszustandes und den Schürfwunden wurde er in das Olbernhauer Krankenhaus durch den Rettungsdienst des DRK verbracht. Die Angehörigen und der Polizeieinsatzleiter bedankten sich für das Geleistete bei allen an der Suche Beteiligten.

Auch die anrückenden Rettungshundestaffeln aus Sachsen konnten den Einsatz abbrechen. Diese Suche zeigt wieder, wie wichtig die gute und gemeinsame Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte ist. Der DRK Kreisverband Mittleres Erzgebirge e.V. bedankt sich ganz besonders bei den beiden Wirtsleuten für Ihre besonne und Menschliche Zivilcourage. Ohne Ihr Tun, wäre vielleicht die die Sache nicht so ausgegangen. Auch das zeigt, dass wenn Menschen anderen Menschen, die in Not geraden helfen, vieles Leid vermieden werden könnte. Danke.

16. September 2009 00:00 Uhr. Alter: 3 Jahre