Rettungshunde aus dem Mittleren Erzgebirge üben in Österreich
Unter der Leitung von Hundeprofi Dr. Zörner lernten die Hundeteams viel neues auf dem Gebiet des Sucheinsatzes unter Extrembedingungen.
Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden DRK-Rettungshundestaffeln Hohenstein-Ernstthal und Mittleres Erzgebirge, fuhr am 31.07.09 ein Teil der Mitglieder nach Ulrichsberg/ Österreich zu einem Rettungshunde - Trainingsseminar mit Hr. Dr. Wolfgang Zörner. Trainiert wurde auf 1000 m Höhe, auf einem von der IRO speziell für Ausbildungszwecke gebautem Trümmergelände.
Am Freitag um 13 Uhr begann das Training: Zuerst wurden Eigenanzeigen auf Sicht trainiert, um den Hunden zu lernen, nach unten zu schauen und in die Tiefe zu Verbellen. Sehr schnell konnte man zu Fremdopfern und schwierigen Verstecken übergehen. Obwohl die Hunde nur in der Flächensuche ausgebildet sind, arbeiteten sie dennoch motiviert und sicher auf dem Trümmergelände. Hier zeigte sich, dass sich die Aufbauarbeit der Hunde in den verschiedenen Sucharten ähnelt und man bisher gute Arbeit geleistet hat. Die Schwierigkeit für die Hunde war, dass sie in der Trümmerarbeit sich nur auf ihre Nase verlassen sollten und eben auch anzeigen mussten, obwohl sie das Opfer nicht sehen konnten.
In der Flächensuche sieht der Hund fast immer das Opfer und hat direkten Kontakt mit diesem. Deutlich sichtbar wurde auch hier der Ausbildungsstand (Stärken und Schwächen) des Hundes bzw. des Rettungshundeteams. So zeigten sich deutlich Triebstärke, Belastbarkeit, Ausdauer und Konzentration jedes einzelnen Hundes in der Arbeit. Da in kleinen Gruppe trainiert wurde, mit nur 7 Hunden, war genügend Zeit um jeden Hund in der Sucharbeit genau zu beobachten.
So lernte jeder Hundeführer die Unterschiede der einzelnen Hunde in der Anzeige zu lesen und adäquat darauf zu reagieren. Mit zunehmender Sicherheit der Hunde auf dem Trümmergelände wurden den Teams unbekannte Aufgaben mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden gestellt, die sie alle mit Erfolg lösten. Die Hundeführer lernten auch, ihren Hunden zu vertrauen und ihnen den notwendigen Freiraum für die Sucharbeit zu lassen.
So sammelte man viele neue Erfahrungen, die nun in die Rettungshundearbeit beim DRK im Mittleren Erzgebirge einfließen werden. Nach drei schönen, anstrengenden, langen aber erfolgreichen Trainingstagen war die Ausbildung am Sonntag gegen 14 Uhr beendet. Es waren sehr interessante aber auch kräftezehrende Tage, die stets mit den gemeinsamen Abenden mit den Kameraden zum Erfahrungsaustausch ausklingen konnten.
Man hat wieder viel dazugelernt und startet nun motiviert in die weitere Arbeit. Bestimmt kommt die Staffel auch noch ein zweites Mal nach Österreich, denn man lernt ja nie aus! Das Team bedankt sich recht herzlich bei Hr. Dr. Zörner, der am ganzen Wochenende mit Rat und Tat zur Seite stand und Einblicke in die Trümmersuche gab und damit die Retter ein ganzes Stück in der Sucharbeit voran gebracht hat.
Weiterhin bedankt sich die Staffel Mittleres Erzgebirge beim DRK Kreisverband M.E. für die Unterstützung zu diesem Trainingsseminar, sowie der Rettungshundestaffel - Westsachsen für die gute Zusammenarbeit.
Zur Person:
Hr. Dr. Zörner: Präsident der IRO (Internationalen Rettungshundeorganisation); erfolgreich auf Weltmeisterschaften (Schutz- und Rettungshunde) und in Auslandseinsätzen; züchtet seit vielen Jahren Berner-Sennenhunde, mit denen er in den verschiedenen Bereichen erfolgreich arbeitet; Leistungsrichter für Rettungshunde, Schutz- und Gebrauchshunde

