Rettungsschwimmer zur Sachsenmeisterschaft erfolgreich
Marienberger Wasserretter holen Bronze in Dresden - trotz Verletzung.
Die 17. Auflage der Landesmeisterschaft im Rettungsschwimmen fand dieses Jahr in der Landeshauptstadt Dresden statt. Sechs Frauen- und zehn Männermannschaften sowie neun Gemischte und eine Junioren-Mannschaft aus allen Teilen Sachsens hatten ihre Teilnahme zugesichert. Dazu waren noch 22 Einzelstarter gemeldet.
Die Vertreter des Mittleren Erzgebirgskreises gingen mit einer Frauen- und einer Männermannschaft sowie Peter Schumann als Einzelstarter im Kampf um Punkte und Zeiten für die DRK-Wasserwacht Marienberg in den Wettkampf. Auf Grund der unterschiedlichsten Wohnorte unserer Teilnehmer ( u.a. München, Rostock, Leipzig und Dresden ) gestaltete sich sowohl die Vorbereitung der Schwimmdisziplinen als auch der Ersten Hilfe wiederum sehr schwierig. Dazu kam, dass zwei Frauen und ein Mann gesundheitlich gehandikapt waren.
Trotzdem stand für alle das Ziel, in Medaillennähe zu kommen. Am Samstag Vormittag mussten unsere zwei Teams den Erste Hilfe Parcours durchlaufen und dabei an zehn Stationen unterschiedlichste Verletzte behandeln. Die Darstellung der Verletzten hatten Laien übernommen und waren sehr vielfältig, so u.a. ein Verkehrsunfall mit drei verunglückten Personen. Eine davon war bewusstlos und hatte noch eine grössere Brandwunde durch den heissen Auspuff eines Mopeds.
Weiterhin war ein Unglück auf einem Kinderspielplatz dargestellt, wobei ein Kind unter Atemnot litt und beim zweiten Kind der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung vorlag, wo dementsprechend der Umgang mit Schaufeltrage und Vakuummatratze demonstriert werden musste. Da auch Unfälle auf Baustellen vorkommen, war in diesem Jahr ein typischer dargestellt.
Hinzu kam, dass der Verletzte einen Eingebürgerten darstellte und da gab es eine kuriose Geschichte. Als diese verunglückte Person die Fragen unserer Helfer in gebrochenem deutsch beantwortete und manche auch nicht verstand, fragte ihn eine unserer Helferinnen kurzerhand in „seiner“ Landessprache. Darauf konnte der Patient allerdings nicht antworten, denn er kannte „seine“ Sprache nicht.
Nachdem die geistige Anspannung des Vormittags beendet war, mussten beide Mannschaften am Nachmittag nach halbstündiger Fahrt durch Dresden ihre sechs Schwimmstaffeln in der Schwimmhalle Prohlis in Angriff nehmen. Gleich mit der ersten Staffel passierte unserer Frauenmannschaft ein Unglück. Es wurde mit Flossen geschwommen und eine unserer Starterinnen prallte in Rückenlage gegen die Schwimmbeckenmauer. Mit einer Platzwunde, dicker Nase und starken Kopfschmerzen stieg sie aus dem Becken und musste behandelt werden. Am späteren Abend wurde sie noch in die Uniklinik gebracht, in der dann ein Nasenbeinbruch festgestellt wurde.
Nachdem der Unfall passiert war, nahm Trainer Uwe Nestler Saskia Leipnitz vorerst für eine Staffel aus dem Rennen und Claudia Nestler sprang kurzfristig ein. Nach Absprache mit der Betroffenen stieg sie nach kurzer Behandlung wieder in den Wettkampf ein und schwamm noch alle restlichen vier Staffeln mit hohem Einsatz durch.
Zum Schluss des Wettkampfes waren alle Teilnehmer am Ende ihrer Kraft und froh, mit guten und sehr guten Zeiten der Konkurrenz einen ordentlichen Kampf geboten zu haben. Am Ende dieses nervenaufreibenden und äusserst kräftezehrenden Tages warteten alle Teilnehmer gespannt wie kleine Kinder auf die Bekanntgabe der Endergebnisse. In der Wertung der Frauenmannschaften erhielten die Marienberger Mädels am Ende die Bronze-Medaille und platzierten sich analog wie im letzten Jahr hinter den Siegerinnen aus Chemnitz Stadt sowie Leipzig Stadt. Das gleiche Endergebnis wie letztes Jahr gab es auch bei den Männermannschaften. Es siegte Chemnitz Stadt vor Freital. Unsere Jungs holten wiederum die Bronzemedaille. Sehr erfreulich war die konstante Absolvierung der Erste Hilfe Stationen durch die Männermannschaft. Bedauerlich allerdings der minimale Rückstand unserer Frauen auf Platz zwei von nur 2,9 Sekunden in den 16 Disziplinen.
Einen beachtlichen 10. Platz erkämpfte Peter Schumann und ist aller Ehren wert. Beim betrachten der Ergebnislisten zeigt sich, dass sich die Marienberger in der Ersten Hilfe als auch im Schwimmen gegenüber dem letzten Jahr deutlich verbessert haben, aber die Konkurrenten aus den anderen Ortsvereinen ebenso eine deutliche Steigerung nachweisen.
Die Marienberger Männer gingen in folgender Besetzung an den Start:
Mannschaftskapitän Thomas Matz, Robert Felgner, Gregor Fiedler, Robert Reuther, Tim Hofmann
Die Marienberger Frauen starteten wie folgt:
Mannschaftskapitän Ev Drechsel, Claudia Nestler, Saskia Leipnitz, Johanna Seidel, Eva Kießling


